Kolloquium zur
Polizeigeschichte 



Achtung: Raumänderung am 30. Juni:

Die Eröffnung des 31. Kolloquiums zur Polizeigeschichte muss aus organisatorischen Gründen kurzfristig verlegt werden: Das Check-In und die Eröffnungsveranstaltung finden nun am 30. Juni geändert im Erika Weinzierl Hörsaal der Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien (Gebäudeplan siehe unten) statt.

31. Kolloquium zur Polizeigeschichte:
Polizei, Arbeit und Kontrolle

30. Juni bis 2. Juli 2022,

30. Juni: Erika Weinzierl Hörsaal, Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien.

1. und 2. Juli: Aula am Campus, Hof 1, Spitalgasse 2-4, 1090 Wien

Ausgerichtet vom Institut für Historische Sozialforschung, der Arbeiterkammer Wien und dem Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte der Universität Wien

(Tagungssprachen Deutsch und Englisch)

Anmeldung per Mail unter: polizeigeschichte@ihsf.at

Berittener Polizist und daneben stehend ein Zivilist © Polizeimuseum Wien
Die Begrüßung und Keynote mit anschließender Diskussion am 30. Juni findet im Erika Weinzierl Saal, im Hauptgebäude der Universität Wien, Universitätsring 1, 1010 Wien statt.
Plan Erika Weinzierl Saal © Universität Wien, Veranstaltungsmanagement
© Universität Wien, Veranstaltungsmanagement
Am 1. und 2. Juli findet die Konferenz in der Aula am Campus, Hof 1, Spitalgasse 2-9, 1090 Wien statt:
© Universität Wien, Veranstaltungsmanagement
Programm

Donnerstag, 30.6. im Erika Weinzierl Saal

17:15 Uhr: Check-In

17:45 Uhr: Begrüßung

18:00 Uhr: Keynote & Diskussion: 

Peter Becker: Polizeigeschichte nach den _turns_

 

Freitag, 1.7. in der Aula am Campus

9:00–10:30 Uhr: Panel 1: Polizeiarbeit zwischen sozialen Interessenskonflikten und Idealisierung

Chair: Klaus Weinhauer

Marcus Böick: Ausgebeutete „Hungerlöhner“ oder „Privatsoldaten“ des Kapitals? Private Nachtwächter als Täter und als Opfer in Klassenkonflikten seit dem späten 19. Jahrhundert

Melanie Foik: Dokumentation oder Idealisierung? – Der Arbeitsalltag polizeilicher Ermittlungsbehörden in der polnischen ‚Milizliteratur‘ der 1950er bis 80er Jahre

Lars Müller: „Wer draußen versagt, versagt nicht nur für sich allein, sondern für sein Volk“. Rekrutierung und Ausbildung einer deutschen Kolonialpolizei ab 1936

 

10:30–11:00 Uhr: Kaffeepause

 

11:00–12:30 Uhr: Panel 2: Polizeiarbeit in Kriegs- und Nachkriegszeit

Chair: Gerhard Fürmetz

Barbara Stelzl-Marx & Harald Knoll: Unter sowjetischer Kontrolle. Verhaftungen und Verurteilungen ehemaliger österreichischer Polizisten durch die Rote Armee 1945–1955

Stefan Laffin: Die Carabinieri als Lokalnotabeln während der alliierten Besatzung Süditaliens: Machtdurchsetzung und Kontrollinstanz im lokalen Kontext 1943 bis 1946/47

Frank Kawelovski: Polizeiarbeit in Trümmern – Die Arbeitsbedingungen der nordrhein-westfälischen Polizei nach Kriegsende

 

12:30–14:00 Uhr: Mittagspause

 

14:00–15:30 Uhr: Panel 3: Polizei in gesellschaftlichen Umbruchsituationen

Chair: Ilse Reiter-Zatloukal

Ottokar Luban: Überwachung und Bekämpfung der linken Sozialdemokratie während des Ersten Weltkrieges durch die Politische Polizei des Polizeipräsidiums Berlin

Péter Techet: Wiens Antwort auf den Justizpalastbrand: Wiener Straßenpolizeigesetz vor dem Verfassungsgerichtshof und im politischen Machtkampf 1928/29

Martin Platt: „Gestern war das alles noch da“. Die öffentliche Wahrnehmung von Polizeikräften in der deutschen Revolution 1918/19


15:30–16:00 Uhr: Kaffeepause


16:00–17:30: Panel 4: Polizei und Arbeiterschaft

Chair: Lena Haase

Achilleas Fotakis: Policing the 60.000 workers of Piraeus 1945–1950

Frank Jacob: Katayama Sen, die japanische Arbeiterbewegung und die Rolle der Polizei alsKontrollinstrument des autoritären Staates (1896–1914)

Hendrik Malte Wenk: Die Abschnittsbevollmächtigten der Deutschen Volkspolizei und das Problem der „Asozialität“ in der DDR-Arbeitswelt

 

Samstag, 2.7. in der Aula am Campus

9:00–10:30 Uhr: Panel 5: Polizei und Arbeit

Chair: Herbert Reinke

Jan Renken: Ambivalenzen der Arbeit. Polizeigewerkschaftliche Perspektiven auf eine Transformation der Gesellschaft 1949–1969

Philipp Moritz: „Ich bin von jeder Politik gründlich geheilt und werde mich nach meiner Entlassung in jeder Hinsicht loyal verhalten.“ Das staatspolizeiliche Interesse an den Vernehmungen österreichischer Remigrant:innen aus der UdSSR

Annemieke Munderloh: „Du merkst halt wieder, mit welchen Augen du gesehen wirst." Eine rekonstruktive Analyse zu Handlungs(un)fähigkeiten von Menschen mit Migrationsgeschichten im Arbeitskontext deutscher Polizeien

 

10:30–11:00 Uhr: Kaffeepause

 

11.00–12.30 Uhr: Panel 6: Freie Sektion

Chair: Gerhard Sälter

Anja Johansen: Constructing police control and accountability mechanisms in London and Paris, 1829–1880s, and its influence on complaint procedures in the 21st century

David Cox: „We believe our police are careful not to unduly harass you ladies and gentlemen” – an examination of the relationship between the police of Cheshire, England and the motoring public, 1900–1939

Marcel Schmeer: Von der „Arbeitsgruppe Ausländer“ zum „anatolischen Schutzmann“? Zum Verhältnis von Polizei und Migrationsgesellschaft in West-Berlin

 

12.30 – 13.15 Uhr: Concluding Lecture

Martin Thüne: Blick zurück, Blick nach vorn. Das Spannungsfeld von Polizei, Arbeit und Kontrolle

Tagungsband

des 29. Kolloquium zur Polizeigeschichte, 2019 in Trier

Thomas Grotum/Lena Haase/Georgios Terizakis (Hrsg.), Polizei(en) in Umbruchsituationen. Herrschaft, Krise, Systemwandel und „offene Moderne“ (Geschichte und Ethik der öffentlichen Verwaltung 3), Wiesbaden 2022.

Hier geht es zur Publikation auf der Verlagswebsite.

Buchcover: Polizei(en) in Umbruchsituationen © Springer Verlag