Kolloquium zur
Polizeigeschichte 

31. Kolloquium zur Polizeigeschichte:
Polizei, Arbeit und Kontrolle

30. Juni bis 2. Juli 2022, Aula am Campus, Hof 1. 
Spitalgasse 2-4, 1090 Wien

Ausgerichtet vom Institut für Historische Sozialforschung, der Arbeiterkammer Wien und dem Institut für Rechts- und Verfassungsgeschichte der Universität Wien

(Tagungssprachen Deutsch und Englisch)

Anmeldung per Mail unter: polizeigeschichte@ihsf.at

Berittener Polizist und daneben stehend ein Zivilist © Polizeimuseum Wien
Programm

Donnerstag, 30.6.

17:30 Uhr: Check-In

17:45 Uhr: Begrüßung

18:00 Uhr: Keynote & Diskussion: 

Peter Becker: Polizeigeschichte nach den _turns_

 

Freitag, 1.7.

9:00–10:30 Uhr: Panel 1: Polizeiarbeit zwischen sozialen Interessenskonflikten und Idealisierung

Chair: Klaus Weinhauer

Marcus Böick: Ausgebeutete „Hungerlöhner“ oder „Privatsoldaten“ des Kapitals? Private Nachtwächter als Täter und als Opfer in Klassenkonflikten seit dem späten 19. Jahrhundert

Melanie Foik: Dokumentation oder Idealisierung? – Der Arbeitsalltag polizeilicher Ermittlungsbehörden in der polnischen ‚Milizliteratur‘ der 1950er bis 80er Jahre

Lars Müller: „Wer draußen versagt, versagt nicht nur für sich allein, sondern für sein Volk“. Rekrutierung und Ausbildung einer deutschen Kolonialpolizei ab 1936

 

10:30–11:00 Uhr: Kaffeepause

 

11:00–12:30 Uhr: Panel 2: Polizeiarbeit in Kriegs- und Nachkriegszeit

Chair: Gerhard Fürmetz

Barbara Stelzl-Marx & Harald Knoll: Unter sowjetischer Kontrolle. Verhaftungen und Verurteilungen ehemaliger österreichischer Polizisten durch die Rote Armee 1945–1955

Stefan Laffin: Die Carabinieri als Lokalnotabeln während der alliierten Besatzung Süditaliens: Machtdurchsetzung und Kontrollinstanz im lokalen Kontext 1943 bis 1946/47

Frank Kawelovski: Polizeiarbeit in Trümmern – Die Arbeitsbedingungen der nordrhein-westfälischen Polizei nach Kriegsende

 

12:30–14:00 Uhr: Mittagspause

 

14:00–15:30 Uhr: Panel 3: Polizei in gesellschaftlichen Umbruchsituationen

Chair: Ilse Reiter-Zatloukal

Ottokar Luban: Überwachung und Bekämpfung der linken Sozialdemokratie während des Ersten Weltkrieges durch die Politische Polizei des Polizeipräsidiums Berlin

Péter Techet: Wiens Antwort auf den Justizpalastbrand: Wiener Straßenpolizeigesetz vor dem Verfassungsgerichtshof und im politischen Machtkampf 1928/29

Martin Platt: „Gestern war das alles noch da“. Die öffentliche Wahrnehmung von Polizeikräften in der deutschen Revolution 1918/19

 

16:00–17:30: Panel 4: Polizei und Arbeiterschaft

Chair: Lena Haase

Achilleas Fotakis: Policing the 60.000 workers of Piraeus 1945–1950

Frank Jacob: Katayama Sen, die japanische Arbeiterbewegung und die Rolle der Polizei alsKontrollinstrument des autoritären Staates (1896–1914)

Hendrik Malte Wenk: Die Abschnittsbevollmächtigten der Deutschen Volkspolizei und das Problem der „Asozialität“ in der DDR-Arbeitswelt

 

Samstag, 2.7.

9:00–10:30 Uhr: Panel 5: Polizei und Arbeit

Chair: Herbert Reinke

Jan Renken: Ambivalenzen der Arbeit. Polizeigewerkschaftliche Perspektiven auf eine Transformation der Gesellschaft 1949–1969

Philipp Moritz: „Ich bin von jeder Politik gründlich geheilt und werde mich nach meiner Entlassung in jeder Hinsicht loyal verhalten.“ Das staatspolizeiliche Interesse an den Vernehmungen österreichischer Remigrant:innen aus der UdSSR

Annemieke Munderloh: „Du merkst halt wieder, mit welchen Augen du gesehen wirst." Eine rekonstruktive Analyse zu Handlungs(un)fähigkeiten von Menschen mit Migrationsgeschichten im Arbeitskontext deutscher Polizeien

 

10:30–11:00 Uhr: Kaffeepause

 

11.00–12.30 Uhr: Panel 6: Freie Sektion

Chair: Gerhard Sälter

Anja Johansen: Constructing police control and accountability mechanisms in London and Paris, 1829–1880s, and its influence on complaint procedures in the 21st century

David Cox: „We believe our police are careful not to unduly harass you ladies and gentlemen” – an examination of the relationship between the police of Cheshire, England and the motoring public, 1900–1939

Marcel Schmeer: Von der „Arbeitsgruppe Ausländer“ zum „anatolischen Schutzmann“? Zum Verhältnis von Polizei und Migrationsgesellschaft in West-Berlin

 

12.30 – 13.15 Uhr: Concluding Lecture

Martin Thüne: Blick zurück, Blick nach vorn. Das Spannungsfeld von Polizei, Arbeit und Kontrolle

Tagungsband

des 29. Kolloquium zur Polizeigeschichte, 2019 in Trier

Thomas Grotum/Lena Haase/Georgios Terizakis (Hrsg.), Polizei(en) in Umbruchsituationen. Herrschaft, Krise, Systemwandel und „offene Moderne“ (Geschichte und Ethik der öffentlichen Verwaltung 3), Wiesbaden 2022.

Hier geht es zur Publikation auf der Verlagswebsite.

Buchcover: Polizei(en) in Umbruchsituationen © Springer Verlag